23. Januar 2019: Greenpeace Energy will die Braunkohlesparte von RWE übernehmen und auf den Tagebauflächen Wind- und Solarkraftwerke errichten. RWE hat den Vorschlag als PR-Gag zurückgewiesen. Dabei ist das Potential riesig. In Kombination mit LOHC-Energiespeichern würden die Anlagen grundlastfähig. Von Dipl. Ing. Michael StuschCEO von H2-Industries.

Der Plan der Hamburger Genossenschaft Greenpeace Energy hat es in sich. Ab 2020 will sie sukzessive die Braunkohle-Kraftwerke und die Tagebaue des Energiekonzerns RWE übernehmen. Bis 2025 sollen sie stillgelegt werden. Gleichzeitig will die Genossenschaft auf den ehemaligen Tagebauflächen im Rheinischen Revier im großen Maßstab Windkraft- und Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von rund 8,2 Gigawatt errichten.

Soweit zunächst. Denn das Konzept der Hamburger kann noch verbessert werden. Das Grundproblem der Erneuerbare Energien ist ihre Abhängigkeit von der Witterung: sie liefern keinen Strom, wenn Flaute herrscht oder die Sonne nicht scheint. Die Versorgungssicherheit ist nicht gewährleistet. Die Experten von Greenpeace Energy wollen diese auftretenden Engpässe bei der Stromversorgung zunächst mit Kohlekraftwerken als Backup absichern. Später sollen „Flexibilitätsoptionen“ geschaffen werden, die von Pumpspeichern über Power-to-Gas bis zur Errichtung eines Gaskraftwerkes reichen. Abgesehen davon, dass nicht klar ist, wo im Revier die nötigen Gefälle für ein Pumpspeicherkraftwerk dargestellt werden können, hat das Konzept von Greenpeace Energy hier einen entscheidenden Nachteil: Es wird weiterhin CO2 produziert, wenn auch in geringerem Maß. Erst durch die Kohlekraftwerke im Backup, dann durch die Gaskraftwerke.

Doch das wäre nicht nötig. Die umweltfreundlichen, emissionsfreien LOHC-Speicherlösungen von H2-Industries sind die einzigen größeren Energiespeicher, die kein CO2 produzieren. Zudem sind sie kostengünstig und sie machen die geplanten Wind- und Solarkraftwerke der Genossenschaft grundlastfähig. Die CO2-produzierenden Backup-Lösungen wären überflüssig. Alle Kohle-kraftwerke des Reviers könnten abgeschaltet und Gaskraftwerke müssten gar nicht erst gebaut werden. Man kann sogar noch weiter gehen, denn dieses Konzept ließe sich auf andere Braunkohlereviere übertragen, die Lausitz, das Mitteldeutsche und das Helmstedter Revier. Auch die größten CO2-Emittenten China und USA könnten mit diesem Konzept ihre fossilen Kraftwerke stilllegen und für eine sauberer Umwelt sorgen. Das ist der konsequente Weg zu einer emissionsfreien Energiewirtschaft.

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Schließlich geht es um viele Arbeitsplätze und einen nachhaltigen Strukturwandel des Rheinischen Braunkohlereviers. Durch Bau und Betrieb von Wind- und Photovoltaikanlagen auf den ehemaligen Tagebauflächen sollen zwischen 400 und 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kämen laut Greenpeace Energy einige Tausend weitere Arbeitsplätze für Stilllegung, Rückbau, Wiedernutzbarmachung und Renaturierung der Tagebauflächen und Kraftwerks-standorte. Doch um aus dem Revier eine Energiewenderegionen mit großem Beschäftigungs-potential zu machen, werden weitere Initiativen benötigt. Je schneller stabile Verhältnisse mit einer belastbaren Stromversorgung geschaffen werden, umso schneller können sich Unternehmen für das Revier als Standort entscheiden. Das wäre eine große Chance für den Strukturwandel der Region. Das ist sicher kein PR-Gag.

  

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